Benedikt

Benedikt unterstützt das Projekt „Altern im Alltag“

Portrait Benedikt Was genau machen Sie in Ihrem freiwilligen Engagement? Was ist Ihre Aufgabe?

Ich unterstütze das Projekt "Altern im Alltag". Ich habe zwar keinen festen Senioren, den ich betreue, helfe aber bei allen Unternehmungen und gehöre einfach zum Projekt. (Normal geht ein freiwilliger Helfer*in jede Woche einmal zu einem älteren Menschen.) Ich helfe überall wo meine Unterstützung benötigt wird. Wir gehen immer wieder mal zum Schinken-Peter in Giesing zum Essen, die Senioren mit den freiwilligen Helfern. Viele der Senioren können nicht mehr gut gehen und sind auf den Rollator oder einen Ehrenamtlichen angewiesen, der Weg wäre mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu anstrengend und zu weit. Damit die Senioren aber teilnehmen können, rufen die freiwilligen Helfer ein Taxi, wenn sie bei ihnen sind, mit dem sie dann zum Schinken-Peter gefahren werden. Und natürlich wieder nach Hause, und die freiwilligen Helfer begleiten die Senioren bis in die Wohnung. Ich habe auch schon öfters Senioren von zu Hause abgeholt und wieder heim gebracht, falls es mit den Helfern einen Engpass gab. Oder wenn ich bei den Taxis gebraucht werde, dann habe ich "Taxidienst": d.h. ich empfange und bezahle die Taxis, so dass die freiwilligen Helfer in aller Ruhe mit den Senioren aussteigen und in den Schinken-Peter gehen können. Bei allen Veranstaltungen mache ich Fotos, die die Senioren dann bei der großen Weihnachtsfeier erhalten. Die schönsten Fotos kommen in Bilderrahmen und die Senioren freuen sich sehr über diese Andenken. Viele der Senioren rücken schon mit ihren freiwilligen Helfern eng zusammen, wenn ich mit der Kamera in ihre Richtung komme. Wenn ich die Fotos mache, komme ich mit den Senioren ins Gespräch und bleibe oft länger sitzen. Denn die meisten kennen mich schon seit über 4 Jahren. Ich habe das Gefühl, sie freuen sich wirklich, wenn sie mich sehen. Im Sommer gibt es bei mir für die freiwilligen Helfer ein Anerkennungsfest. Da sind wir alle bei mir im Garten und es sind immer sehr schöne Stunden. Entweder grillen wir oder essen Kuchen und reden viel miteinander und lernen uns besser kennen.

Was motiviert Sie, sich zu engagieren?

Zum einen ist es schön zu sehen, wie sehr sich die Senioren freuen, mich wieder zu sehen. Zum anderen haben die Senioren so viel erlebt und so viel zu erzählen. Sie leben richtig auf, wenn sie aus ihrem Leben erzählen können. Und das ist immer spannend.

Gab es ein besonderes Erlebnis, das Sie schildern möchten?

Eine blinde Seniorin erkannte mich immer an meiner Stimme. Als ich nach einer zeitweisen Stimmbandnerv-Lähmung und Logopädie wieder mit der Seniorin zusammen traf, hat sie mich nicht mehr an meiner Stimme erkannt. Für mich hat sich meine Stimme nicht wirklich verändert, aber für die Seniorin anscheinend sehr stark. Ich war überrascht über diese feine Wahrnehmung und was dies für die Seniorin bedeutet.

Was möchten Sie als Botschaft weitergeben?

Es sind eigentlich die kleinen Dinge, die den Senioren Freude bereiten. Sich Zeit nehmen, ihnen zuhören, sie unterstützen, und vieles mehr.