KURT

portrait-kurt-rund.pngDr. Kurt Einhellig ist 72 Jahre alt. Er engagiert sich bei der „Förderstelle für bürgerschaftliches Engagement FöBE“ und dem „Geschichtsverein Hadern e.V.“

1. Wie geht es Ihnen heute?

Ich freue mich auf heute Abend!

2. Was machen Sie heute?

Heute Abend findet ein informelles Treffen des Geschichtsvereins Hadern statt. Dort werden eine Kollegin und ich vom Vorstand in einem Meinungsaustausch mit Mitgliedern und Interessenten über Aufgaben und Projekte des Vereins sprechen.

3. Was motiviert Sie dieses zu machen?

Als gebürtiger Münchner habe ich mich schon immer für die Geschichte der Stadt und ihrer teils sehr unterschiedlichen Stadtviertel interessiert. Daher habe ich mich ab 2010 beim neugegründeten Geschichtsverein Hadern im Vorstand engagiert.

4. Was ist Ihr persönlicher und beruflicher Hintergrund?

Beruflich war ich als Chemiker beim Bayerischen Landeskriminalamt tätig und habe somit zu der Freiwilligentätigkeit beim Geschichtsverein und bei FöBE keinen direkten Bezug.

5. Gab es ein besonderes Erlebnis, dass Sie in Ihrer Entscheidung sich zu engagieren geprägt hat?

Nach meiner Pensionierung wollte ich mich freiwillig engagieren und bei der Suche nach einer zu mir passenden Organisation lernte ich 2009 FöBE kennen und bin seither dort dabei.

6. Was können Sie von sich weitergeben?

Meine Zuverlässigkeit und mein Organisationstalent bei der Vorbereitung von Projekten.

7. Was haben Sie durch freiwilliges Engagement gelernt?

Mir wurde wieder bewußt, wie bereichernd es ist, mit Menschen unterschiedlicher persönlicher Hintergründe zusammenzuarbeiten. Dabei ist Teamwork wichtig, um gemeinsam ein Projekt erfolgreich durchzuführen.

8. Laut einer aktuellen Studie sind Menschen, die sich für andere einsetzen, besonders glücklich, was sagen Sie dazu?

Ich glaube, wenn man sein Leben nach den eigenen Vorstellungen gestalten kann, ist man zufrieden (das Wort "Glück" gefällt mir nicht so). Ein wichtiger Teil dieser Gestaltung kann das freiwillige Engagement sein und kann somit zum "Glück" beitragen.

9. Was ist Ihr persönlicher Tipp, um glücklich zu sein?

Als Pensionist habe ich mehr Zeit zur eigenen Lebensgestaltung und versuche, einzelne Bereiche wie soziale Kontakte, Hobbys, Kultur, freiwilliges Engagement ausgewogen zu "leben" und dabei die richtige Balance zwischen Aktivität und Ruhe zu finden.

10. Welche Botschaft möchten Sie weitergeben?

Engagieren Sie sich freiwillig und sie werden spüren, wie sehr dies ihr Leben bereichert!

11. Was erwidern Sie Menschen, die behaupten, sie hätten keine Zeit, kein Geld, keine Idee oder keine Fähigkeiten, wie Sie sich engagieren sollen?

Zeit ist nur eine Frage der eigenen Festlegung von Prioritäten und der entsprechenden Einteilung. Eigenes Geld einzubringen ist hier üblicherweise nicht notwendig. Wichtig ist, aus dem breiten Angebot die für einen passende Organisation zu finden. Dann kommen die Ideen von selbst und jeder Mensch hat spezielle Fähigkeiten, die er dann entsprechend einsetzen kann.

Das Interview wurde geführt von Sonja Vodicka